Modul


Allgemeine Informationen
Kosten- und Leistungsrechnung
Management and Cost Accounting
KLR (BABWLP-KLR)
KostLeistReA-01-BA-M
Prof. Dr. Meier, Jan-Hendrik (jan-hendrik.meier@haw-kiel.de)
Prof. Dr. Bochert, Saskia (saskia.bochert@haw-kiel.de)
Prof. Dr. Bochert, Saskia (saskia.bochert@haw-kiel.de)
Luick, Aline (aline.luick@haw-kiel.de)
Wintersemester 2026/27
1 Semester
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Studiengänge und Art des Moduls (gemäß Prüfungsordnung)
Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Modulart Fachsemester
B.A. - BWL - Betriebswirtschaftslehre (letzte Aufnahme SoSe 2024) Pflichtmodul
B.A. - BWL BA - Betriebswirtschaftslehre Pflichtmodul

Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden
- können Vor- und Nachteile sowie Grenzen und Möglichkeiten verschiedener
Kostenrechnungs- und Controllingmethoden benennen,
- können Begriffe/Regeln/Methoden/Modelle/Theorien voneinander abgrenzen,
- können die Auswirkungen wichtiger ökonomischer Faktoren auf die Kosten des
Unternehmens und - in der langen Frist - auf die Solvenz, Rentablität, Profitabilität und
Liquidität des Unternehmens erklären können und geeignete Maßnahmen ableiten
können.
- entscheiden und begründen auf Basis konstruktiver Aufgabenstellungen, welche
Kostenrechnungsmethode sie in welcher Situation zur Erreichung welchen Ziels anwenden
.
- können alternative Lösungen bzw. Lösungsstrategien für das jeweilige Problem bzw. die
jeweilige Fragestellung kontextbezogen gegeneinander abwägen.

Learning Outcome:
Der Studierende soll nach erfolgreichem Bestehen dieses Moduls folgende Kompetenzen
besitzen:
Wissen (Breite):
• Der Studierende kann die Rolle der Informationsversorgung im Rahmen des
wirtschaftlichen Handelns benennen und erklären. Insbesondere versteht er die Funktion
der Informationsversorgung im Rahmen interpersoneller Handlungen innerhalb und
zwischen verschiedenen Organisationsformen.
• Der Studierende kann Zwecke, Ziele, Strukturen, Funktionen und Prozesse des
Rechnungswesens unter Beachtung des Einflusses von Kultur, Recht und individueller
Interessenlage der Handelnden benennen und voneinander abgrenzen.
• Der Studierende versteht die Umwelt von Unternehmen im Rahmen der
Stakeholder-Betrachtung und der Prinzipal-Agenten-Beziehung und
• kann grundlegende Theorien, Konzepte und Instrumente des Rechnungswesens
bzw. der Informationsversorgung benennen, unterscheiden, erklären und kritisch
bewerten.
Wissen (Tiefe):
• Der Studierende kann die Rolle der Information bei der Wertschöpfung innerhalb
von Organisationen beschreiben, erklären und kritisch hinterfragen, insbesondere kann er
• das Rechnungswesen als unterstützende Aktivität der Wertschöpfungskette
beschreiben, erklären und kritisch hinterfragen.
• Weiterhin kann der Studierende Konzepte und Instrumente des Rechnungswesens
beschreiben, erklären und kritisch hinterfragen.
Fertigkeiten (Instrumentelle und systemische Fertigkeiten)
• Der Studierende kann Ihm unbekannte praktische Probleme des Rechnungswesens
strukturieren,
• notwendige Informationen zur Problemstrukturierung und –lösung ermitteln und
zielorientiert aufbereiten,
• Geeignete qualitative und quantitative Methoden und Techniken des
Rechnungswesens zur Problemlösung auswählen,
• und anwenden,
• die Anwendungsprämissen dieser Methoden und Techniken kritisch hinterfragen,
• die Problemlösung anderer Individuen präsentieren und
• sich die jeweilige Nutzung von IT-Instrumenten problembedingt aneignen.
Die Studierenden
- können "Real Cases" eines Partnerunternehmens oder eines simulierten Unternehmens
unter Anwendung fachwissenschaftlicher Methoden und der Grundregeln
wissenschaftlichen Arbeitens eine erfolgsträchtige strategische Orientierung ausarbeiten
und in eine kostenrechnerische Vorteilhaftigkeitsrechnung münden lassen.
- beurteilen, welche Regeln/Methoden/Modelle für die Bearbeitung des Falls/des
Problems/der Fragestellung am besten geeignet ist und ihre Wahl begründen
können zu einem gewählten Themenschwerpunkt recherchieren, Informationen sammeln
sowie diese bewerten und interpretierend einordnen
- können fallbezogene Lösungen erarbeiten und auf dem Stand der Wissenschaft (weiter-) entwickeln und realisieren
- leiten relevante Forschungsfragen ab und können diese ausformulieren
- wenden Forschungsmethoden in der Praxis / in der Simulation an und bereiten die
zentralen Forschungserkenntnisse zielgruppenspezifisch zur Veröffentlichung auf
Die Studierenden
- können in Diskussionen argumentativ komplexe fachbezogene Probleme und Lösungen
gegenüber anderen Fachvertretern vertreten
- können einzelne Personen und heterogene Gruppen anleiten
- können innerhalb einer Fachdiskussion theoretisch und methodisch fundierte
Argumentationen aufbauen
Die Studierenden
- begründen das eigene berufliche Handeln mit theoretischem und methodischem Wissen
- können selbständig offene Aufgabenstellungen bearbeiten
- reflektieren die eigenen
Einstellungen/Befindlichkeiten/Werte/Überzeugungen/Haltungen oder/und Fähigkeiten
bzgl. Kostenrechnungssystemen vor dem Hintergrund theoretischen und methodischen
Wissens über Kosten und ihre ökonomischen Zusammenhänge.
- reflektieren die eigene professionelle Identität und können die eigenen Stärken
gegenüber (fachfremden) Kollegen an einem praxisorientierten Beispiel begründen
- reflektieren die eigene professionelle Identität und können die eigenen beruflichen
Entscheidungen angesichts gesellschaftlicher Erwartungen und Folgen begründen,
bewerten und gegebenenfalls revidieren.
Angaben zum Inhalt
• The World of Cost Accounting – Aims and Methods
• Direct Costing & Optimization (Accounting for Decision Making)
• Cost Behaviour & Cost Functions
• Cost Splitting & Break-Even-Analysis
• Operations Research I: Linear Programming
• Operations Research II: Conv. Optimization n-variables &
n-constraints
• Operations Research III: Conv. Optimization non-binding
constraints
• Advanced Topics on Direct Costing & Optimization
• Full Absorption Accounting (Accounting for Delegation and
Control)
• FAA I: Cost Type Accounting
• FAA II: Cost Centre Accounting
• FAA III: Cost Unit Accounting
• Corporate Planning & Control
• Advanced Topics on Performance Management

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German Course:
• Friedl/Hofmann/Pedell (2013): „Kostenrechnung“, 2. Auflage,
Vahlen.
• Sydsaeter/Hammond/Strom (2013): „Mathematik für
Wirtschaftswissenschaftler“, 4. Auflage, Pearson.
English Course:
• Bhimani/Horngren/Dalar/Rajan (2011): „Management and
Cost Accounting“, 5th Edition, Addison Wesley.
• Sydsaeter/Hammond/Strom (2012): „Essential Mathematics
for Economic Analysis“, Prentice Hall.
Alternative and Additional Readings:
• Theisen (2013): „Wissenschaftliches Arbeiten”, 16. Auflage,
Vahlen.
• Houston (2012): „Wie man mathematisch denkt“, Spektrum
Akademischer Verlag.
• Chiang/Wainwright (2005): „Fundamental Methods of
Mathematical Economics“, McGraw-Hill or Chiang/Wainwright/Nitsch
(2011): „Mathematik für Ökonomen – Grundlagen, Methoden und
Anwendungen“, Vahlen.
Lehrformen der Lehrveranstaltungen
Lehrform SWS
Lehrvortrag + Übung 4
Arbeitsaufwand
4 SWS
5,0 Leistungspunkte
48 Stunden
102 Stunden
Modulprüfung
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Absatz 2 PVO Benotet Anmerkung
Übung 20 % Beide Teilprüfungsleistungen müssen in einem Semester erbracht werden. Für die Teilprüfungsleistung 'Übung' muss eine Anmeldung in dem Anmeldezeitraum für die 'Sonstigen Prüfungsformen' erfolgen.
Klausur 90 Minuten 80 % Beide Teilprüfungsleistungen müssen in einem Semester erbracht werden. Für die Teilprüfungsleistung 'Klausur' muss eine Anmeldung in dem Klausuren-Anmeldezeitraum erfolgen.
Sonstiges
Die Studierenden sollten über folgende Kompetenzen
verfügen:
• Die Kompetenzen des Moduls „Buchhaltung und
Bilanzierung“ sollen vorhanden sein.
• Die Kompetenzen des Moduls „Allgemeine
Betriebswirtschaftslehre“ werden vorausgesetzt.
• Mathematische Kompetenzen, insbesondere der
Umgang mit Gleichungen, das Auflösen von Gleichungen
mit mehreren Unbekannten, die Beherrschung der
Analysis, insbesondere der Differenzialrechnung und die
Beherrschung des Summenzeichens werden
vorausgesetzt.
• Bereitschaft zur Interaktion im Rahmen von
Lehrgespräch und Übung wird vorausgesetzt.
Sofern entsprechende Kenntnisse nicht vorhanden sind, so
sind diese selbständig nachzuarbeiten. Da Teile des
Skiptes und der Literatur auf Englisch verfasst sind,
werden Englischkenntnisse vorausgesetzt, wie sie zur
Erlangung einer Hochschulzugangsberechtigung üblich
sind. Sollten hier Defizite bestehen, so sind diese ebenfalls
selbständig aufzuarbeiten.
Das Modul ist die Grundlage für den Besuch:
• der Veranstaltung „Grundlagen des Controllings“
• des Schwerpunkts „Externes Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung (Financial Accounting & Auditing)“
• des Schwerpunkts „Controlling“

Die Leistungsüberprüfung findet durch das regelmäßige Erarbeiten von Übungsaufgaben und eine 90-minütige Präsenzklausur statt. Die Klausur kann Antwort-Auswahl-Aufgaben (Multiple Choice) enthalten. Beide Prüfungsleistungen müssen zwingend in einem Semester erbracht werden!

Sämtliche Inhalte des Skripts und des Readers sind klausurrelevant. Dies gilt unabhängig von individuellen Schwerpunktsetzungen der Lehrenden und unabhängig vom Fortschritt der Lehrveranstaltung. In der Lehrveranstaltung ausgelassene Inhalte sind selbständig zu erarbeiten. Von guten und sehr guten Studierenden wird eine deutlich spürbare Beschäftigung mit dem Stoff über die Grenzen des Skriptes hinaus erwartet. Für den Ausweis von Leistungspunkten im englischsprachigen Modul ist die Teilnahme an der englischsprachigen Klausur Voraussetzung.

Die Integration von Teilprüfungen in dieses Modul zielt darauf ab, ein breites Spektrum an Kompetenzen bei den Studierenden zu entwickeln. Diese Methode ermöglicht es, sowohl interpersonelle, methodische als auch analytische Fähigkeiten zu fördern. Einerseits werden Studierende dabei unterstützt, Fertigkeiten in der klaren und effektiven Kommunikation komplexer Inhalte zu entwickeln, was Selbstvertrauen und teilweise Präsentationsgeschick (auch bei Übungen) einschließt. Andererseits wird der Schwerpunkt auf das selbstständige Eintauchen in spezifische Themen gelegt, was eine intensive Recherche, kritische Analyse und die Fähigkeit, Gedanken detailliert und strukturiert schriftlich auszudrücken, erfordert.

Darüber hinaus bereitet diese Herangehensweise die Studierenden besser auf die vielfältigen Anforderungen des Arbeitsmarktes vor. Durch die unterschiedlichen Bewertungsformate wird auch eine umfassendere und differenziertere Leistungsbewertung ermöglicht, die den individuellen Stärken und Schwächen der Studierenden Rechnung trägt. Dieses Vorgehen fördert nicht nur ein tieferes Verständnis des Lernstoffs, sondern auch die Entwicklung wichtiger beruflicher Fähigkeiten.